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Mittwoch, 4. November 2015

[REZENSION] MITTEN REIN INS LEBEN VON MARIA LINKE

25736063
Quelle: goodreads.com


Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 08. April 2015
Seiten: 336
Preis: 8,99 €

ISBN:
978-3-548-28490-3

Verlag: Ullstein Buchverlage


VERLAGSTEXT
Wenn man den Exmann zum Boss bekommt, ist man ganz schnell den Job los. Das muss Hildegard, Ende 40, am eigenen Leib erfahren. Die Sekretärin zieht kurzentschlossen aus der beschaulichen Eifel nach Köln und macht sich dort als Putzfrau selbständig. Dabei lernt sie nicht nur einige schräge, seltsame und nette Leute kennen, sondern auch Antonia. Die schwerkranke 39-Jährige ist an ihre Wohnung gefesselt, hat aber einen großen Wunsch: Sie will wieder mitten rein ins Leben. Hildegard, schon immer eine leidenschaftliche Köchin, hat eine Idee: Sie und Antonia gründen einen Supperclub – und holen so das Leben in Antonias Esszimmer.

Das Cover ist sehr ansprechend und in tollen Farben gehalten - es macht richtig Lust aufs Lesen. 

Maria Linke hat einen angenehmen Schreibstil, so dass sich der Schmöker eigentlich leicht und flüssig lesen lässt. Leider wirkte die Story passagenweise sehr konstruiert und manchmal auch etwas unglaubwürdig. Ich habe mehrmals Anlauf nehmen müssen, bevor ich einen Zugang zu der Geschichte und auch zu der Protagonistin Hildegard gefunden habe. Auf dem Klappentext wurde angekündigt, dass Hilde einen "Supperclub" gründen möchte - im eigenen Zuhause für fremde Menschen kochen und sie bewirten. Dieser Handlungsstrang findet erst im letzen Drittel statt und wird relativ schnell abgehandelt. Dabei war es für mich einer der Hauptgründe dieses Buch zu lesen.  

Es geht es um die Endvierzigerin Hildgard (geschieden, ein erwachsener Sohn) die ihren Job verloren hat. Da sie nie etwas gelernt hat und in der Eifel keinen neuen Job findet, zieht sie nach Köln zu einer ehemaligen Klassenkameradin und gründet ein "Ein-Frau-Putzunternehmen". Sie kann sich damit ganz gut über Wasser halten und lernt einige neue Leute kennen. Am Anfang fand ich es noch interessant, Hilde auf ihrem neuen Weg zu begleiten. Doch anstatt sich um ihre eigenen Belange zu kümmern, mischt sie im Leben ihrer Freunde kräftig mit und macht auf "ein Engel auf Erden". Als sie die schwerkranke und sehr einsame Antonia kennenlernt, quartiert sie kurzerhand ihre Schützlinge dort ein - ihre Tante, deren Mann eine Kur macht, eine über 90-jährige Frau, für die sie den Haushalt gemacht hat und eine Französin, die sich aus Angst vor ihrem Stiefsohn versteckt. Ihre Freundin Claudia, mit der sie zusammenwohnt, wird gestalkt und der Polizist der den Fall übernimmt, ist zwar so gar nicht Hildegards Geschmack, aber dennoch fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Dessen Hund zieht dann auch noch bei ihrer neuen Freundin Antonia ein... 

Am Ende führt sich alles irgendwie zusammen, wie ein Puzzle, dennoch mag es nicht so richtig passen. Es waren einfach zu viele Dramen, die sich dann alle gegen Ende auf wundersame Weise in Luft aufgelöst haben. Die Geschichte war stellenweise wirklich gut, aber für mich waren die übertriebenen Passagen einfach zu viel des Guten. 


Fazit: Das Buch konnte mich nur teilweise überzeugen. Zusammengefasst handelt es sich hier um einen netten, leider viel zu konstruierten Schmöker. Einige Passagen waren sehr interessant und diese waren es dann auch, die mich einigermaßen bei Laune gehalten haben. Auf den "Supperclub" hatte ich mich echt gefreut, aber dieses Thema kam leider viel zu kurz.  

DIE AUTORIN
Maria Linke ist das Pseudonym einer deutschen Übersetzerin und Redakteurin. Sie ist 1955 geboren und lebt in der Nähe von Köln.



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